Meine ersten Erfahrungen mit japanischem Whisky

Wie viele meiner Generation kannte ich Whisky nur in der Form von Jonny Walker, vornehmlich als Beigabe zur Cola bei Partys. Selbst in diesem Falle bevorzugte ich doch lieber Rum als Mischbeigabe, der machte sich „am Tag danach“ nicht so sehr bemerkbar.
Meine erste Erinnerung an Whisky pur und mit Genuss getrunken stammt aus dem Februar 1989. Ich nahm an der Japan-Exkursion meiner Uni teil; wir wurden von unserem zukünftigen Gastprofessor (der „hauptberuflich“ am Forschungsinstitut für Sozialwissenschaften der Tokyo Universität beschäftigt war und seine Kontakte hat spielen lassen, damit wir auf der Exkursion viele interessante Ort kennenlernen konnten) zu einem Umtrunk in seiner „Stammkneipe“ eingeladen. Dort habe ich Nikka Pure Malt (die in den Apothekerfläschchen – aber unsicher, welche der damals noch erhältlichen drei Varianten) getrunken. Wie gesagt, mit Genuss.

Die eher nicht so positive Erinnerung war eine Flasche „Suntory Royal“, die ein paar Monate später als mein Erstkontakt mit (japanischem) Whisky, ein finnischer Bekannter bei einer Hausparty in meiner Kyotoer Studentenwohnung hinterließ. Die war für mich damals nur mit Cola zu ertragen und festigte meinen damaligen (1989!) schlechten Eindruck von Suntory, denn auch deren Bier verursachte bei mir damals einen fürchterlichen Kater, vom Geschmack einmal abgesehen.
DAS hat sich grundlegend geändert! Sowohl, was den Whisky betrifft, als auch, was das Bier betrifft.

In den folgenden Seiten stelle ich die Brennereien vor, die ich in den letzten Jahren – zur Vorbereitung meines Reiseangebots – besucht habe.

Vorstellung der bisher von mir besuchten japanischen Whisky-Brennereien